Ritz
Altes Gommer Geschlecht.
Zwei Stämme:
Ritz von Blitzingen
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Aus der Verzweigung nach Niederwald stammt der Hotelkönig Cäsar
Ritz [ Info s. www.caesar-ritz.ch ].
Die Genealogie dieses Stammes wird hier nicht weiter dargestellt, da
Blitzingen zur Grosspfarrei Ernen gehörte, respektive die Ritz
von Blitzingen nicht im historischen Obergoms lebten, dessen Grenzen
die ehemalige Grosspfarrei Münster bildet.
Ritz von Selkingen
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Die Vertreter dieses Stammes tragen Namen mit grossem Klang in der
Walliser Kunstgeschichte, Grossen Ruhm erwarben sich der um 1665 geborene Bildhauer
Johann und sein Sohn Johann Theodul (Jodok). Ihre Altarwerke im
Wallis, Uri, Graubünden und Nidwalden sind bleibende Andenken
ihres Könnens. Hingegen trifft die Sage nicht zu, dass ein anderer
Sohn des Johann, Dekan Garin Ritz , das Kirchenportal
von Münster eigenhändig schnitzte. Mit Recht ging er aber
als hochgelehrter Theologe, grosser Kunstfreund und Dichter in die
Geschichte ein. Seiner Initiative verdankt Reckingen seine herrliche
Kirche und Münster seine schöne Bielkapelle. Von seinen von
ihm verfassten Dramen erlangte das Antoniusspiel besondere Berühmtheit.
Es wurde 1772 in Münster mit ausserordentlich grossem Erfolg aufgeführt.
Die farbenfrohen Bühnenbilder des Spiels wurden im Schiffsgewölbe
der Bielkapelle verewigt und sind noch heute zu sehen [s. Bildergallerie ].
Die Ritz von Selkingen waren auch als Politiker tätig. Ein Bruder
des Bildhauers Johann, Andreas, wurde 1718
zum Ammann der Grafschaft gewählt. Seine Enkel Joseph
Anton Georg zog um 1815 nach Bitsch, wo seine Nachkommen noch heute
leben.
Quellen:
Zur Geschichte der Grafschaft, 1975, Stanislaus Noti, O. Cap.
Dr. Johann Georg Garin Ritz, 1932, Walliserjahrbuch.
Die Bildhauerfamilie Ritz von Selkingen, 1905, Blätter aus der
Wallisergeschichte.
Die Künslerfamilie Ritz, 1914, Urner Historisches Neujahrsblatt.
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In Selkingen werden Ritz erstmals 1432 erwähnt. Die Ahnenreihen
der heute lebenden Ritz von Selkingen lassen sich bis auf den um 158o
geborenen Johann Ritz zurückverfolgen.
Quellen: Der 1872 von Pfarrer Joseph Maria Schmid erstellte Stammbaum
und andere Unterlagen.
Ob die Ritz von Selkingen und die Ritz von Blitzingen einen gemeinsamen
Ursprung haben ist nicht bekannt. In Selkingen werden Ritz erstmals
1485 erwähnt. Der Familienname entwickelte sich vermutlich aus
einer Kurzform des Namens Moritz.
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